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Die folgende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir freuen uns über Informationen zu weiteren Kampagnen und Organisationen, die sich mit Menschenhandel, Sklaverei und Zwangsarbeit auseinandersetzen.

International tätige Kampagnen, Organisationen und Institutionen

Amnesty International
Menschenrechtsorganisation, gegründet 1961. Veröffentlichung diverser Berichte zu Zwangsarbeit, u. a. „My Sleep is My Break. Exploitation of Migrant Domestic Workers in Qatar” (2014), “South Korea: Bitter harvest: Exploitation and forced labour of migrant agricultural workers in South Korea” (2014).
http://www.amnesty.de/

Anti-Slavery International
Britische Anti-Sklaverei-Organisation und älteste weltweit tätige Menschenrechtsorganisation, gegründet 1839.
http://www.antislavery.org/

Cotton Campaign
Koalition von Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Investoren und Wirtschaftsverbänden, die soziale Verantwortung übernehmen wollen. Ziel des Zusammenschlusses ist die Beendigung von Zwangsarbeit von Kindern und Erwachsenen in der Baumindustrie in Usbekistan.
http://www.cottoncampaign.org/
http://www.inkota.de/themen-kampagnen/soziale-verpflichtung-fuer-unternehmen/baumwolle/

Environmental Justice Foundation
Im Vereinigten Königreich ansässige Organisation mit dem Ziel des Umweltschutzes und der Verteidigung von Menschenrechten. Veröffentlichung von Berichten und Videos wie „Slavery at Sea: The Continued Plight of Trafficked Migrants in Thailand's Fishing Industry”, “Sold to the Sea: Human Trafficking in Thailand's Fishing Industry” (zu Menschenhandel, Ausbeutung, Missbrauch und Morde auf thailändischen Schiffen), “Pirates and Slaves” (zum Zusammenhang von Überfischen, Piratfischerei und Menschenhandel), „The Hidden Cost: Human Rights Abuses in Thailand's Shrimp Industry" (Menschenhandel mit MigrantInnen zur Arbeitsausbeutung in der thailändischen Fischerverarbeitungsindustrie)
http://ejfoundation.org

Free the Slaves
US-amerikanische Nichtregierungsorganisation, 2000 gegründet. Setzt sich ein gegen moderne Formen der Sklaverei.
http://www.freetheslaves.net

Global March against Child Labour
Weltweites Netzwerk von Gewerkschaften, Lehrkräften und zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Abschaffung aller Formen von Kinderarbeit. Initiiert von Kailash Sartyarthi, Friedensnobelpreisträger 2014.
http://www.globalmarch.org

Human Rights Watch
Amerikanische, international tätige, nichtstaatliche Organisation, die durch unabhängige Untersuchungen und Öffentlichkeitsarbeit für die Wahrung der Menschenrechte eintritt. Veröffentlichung von Berichten wie “Decent Work for Domestic Workers: The Case for Global Labor Standards. Human Rights Abuses, Best Practices, and Recommendations for an ILO Convention” (2010), “Slow Reform. Protection of Migrant Domestic Workers in Asia and the Middle East” (2010).
http://www.hrw.org/

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
UN-Sonderorganisation, 1919 gegründet. Die ILO hat 185 Mitgliedstaaten. Ihr höchstes Gremium, die Internationale Arbeitskonferenz, setzt sich aus RegierungsvertreterInnen, Arbeitnehmer- und ArbeitgebervertreterInnen zusammen. Aufgabe der ILO ist es, internationale Arbeitsstandards weiterzuentwickeln und in verbindlichen Konventionen festzulegen.
Zentrale ILO-Berichte zu Zwangsarbeit: Profits and Poverty. The Economics of Forced Labour (2014),

Global Estimate of Forced Labour(2012), Eine globale Allianz gegen Zwangsarbeit (2005).
http://www.ilo.org

Internationaler Gewerkschaftsbund (IGB)
Zusammenschluss der nationalen Dachverbände freier Gewerkschaften. Setzt sich ein für die Durchsetzung und Einhaltung von Gewerkschafts- und Menschenrechten, Gleichstellung und Nichtdiskriminierung sowie internationale Solidarität. Durchführung der Kampagnen „12 by 12“ für die Rechte von Hausangestellten sowie „Rerun the Vote“zur Einhaltung der ArbeitnehmerInnen-Rechte in Katar. Veröffentlichung von Berichten, u. a. „The case against Quatar. Host of the 2022 FIFA World Cup” (2014).
http://www.ituc-csi.org/

„Rerun the Vote“
IGB-Kampagne zur Einhaltung der ArbeitnehmerInnen-Rechte in Katar im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2022. Fordert Revision der Entscheidung der FIFA hinsichtlich des Austragungsortes.
http://www.rerunthevote.org/?lang=de

„Stop the Traffik“
Kampagnenbasierte Organisation mit dem Ziel einer Welt ohne Menschenhandel.
http://www.stopthetraffik.org

„12 by 12“
IGB-Kampagne für die Rechte von Hausangestellten.
http://www.ituc-csi.org/domestic-workers-12-by-12

UNODC
Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Arbeitet u. a. zum Thema Menschenhandel und –schmuggel.
http://www.unodc.org/unodc/en/human-trafficking/

UN Voluntary Trust Fund on Contemporary Forms of Slavery
Der UN Sklaverei Fonds wurde 1991 gegründet und wird vom Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte verwaltet. Er unterstützt mehr als 500 Organisationen und Projekte weltweit, um Opfern von Sklaverei humanitäte, rechtliche, psychologische und soziale Hilfe zu leisten.
http://www.ohchr.org/EN/Issues/slavery/UNVTFCFS/Pages/WhattheFundis.aspx

Walk Free Foundation
Anti-Sklaverei-Organisation, 2010 in Australien gegründet. Veröffentlicht seit 2013 einen jährlichen Global Slavery Index.
http://www.walkfreefoundation.org

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Einzelstaaten:

Brasilien

Conflitos do Campo
Die ökumenische Comissão Pastoral da Terra (CPT, „Landpastorale“), die 1975 von der Katholischen Kirche Brasiliens gegründet wurde, gibt jährlich den Bericht „Conflitos do campo“ heraus (auf Portugiesisch).
http://www.cptnacional.org.br/index.php/noticias/conflitos-no-campo/2045-conflitos-no-campo-brasil-2014

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Deutschland

Attac Saar
Attac Saar unterstützt – in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung und Kultur, Saarland, DESWOS e. V., asb e. V., AES e. V. und dem Solifonds der Hans-Böckler-Stiftung – die Jeevika-Brückenschule in Indien, in der ehemalige Kinderschuldknechte /-mägde und weitere KinderarbeiterInnen in einem Intensivunterricht für den Übergang in eine reguläre Schule vorbereitet werden.
http://www.attac-saar.de/cms/pages/schule-in-die-freiheit.php

Ban Ying e.V.
Koordinations- und Fachberatungsstelle gegen Menschenhandel. Mit über 25 Jahren Erfahrung eines der ältesten Berliner Frauenprojekte, das sich für die Rechte von Migrantinnen – vor allem aus Südostasien -, die Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung wurden, einsetzt.
http://www.ban-ying.de

Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung – Gemeinsam für menschenwürdige Arbeit (BGMA)
Das BGMA sorgt für die Sichtbarkeit von Zwang und Ausbeutung in Deutschland, um Betroffenen Zugang zu Information und Unterstützungsangeboten zu ermöglichen, und schult Berufsgruppen, die in Kontakt mit möglichen Betroffenen kommen, damit sie die Kennzeichen von Zwang erkennen. BGMA informiert, berät und vernetzt MultiplikatorInnen und alle AkteurInnen und fördert die Kooperation in den Bundesländernmit zivilgesellschaftlichen Initiativen, Beratungsstellen für Arbeit und Migration, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Arbeitgeberverbänden, Behörden und Politiker_innen. Um die dem Menschenhandel zugrunde liegenden Ursachen und Strukturen zu verändern, erstellt BGMA Studien und macht Politikberatung.
http://www.buendnis-gegen-menschenhandel.de/

CorA (Corporate Accountability) – Netzwerk Unternehmensverantwortung
Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen zum Thema “verbindliche Unternehmensverantwortung. CorA setzt sich für verbindliche Regeln ein, die Unternehmen für die Auswirkungen ihres Handelns auf Mensch und Umwelt zur Rechenschaft ziehen und sie zur Einhaltung der Menschenrechte sowie internationaler Sozial- und Umweltstandards verpflichten.
http://www.cora-netz.de

Deutsches Bündnis Kindersoldaten
Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten ist ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, das sich gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten einsetzt. Es informiert über die Problematik Kindersoldaten, ruft zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf und betreibt Lobbyarbeit.
http://www.kindersoldaten.info

Deutsches Institut für Menschenrechte
Von 2009 bis 2013 führte das DIMR das Projekt „Zwangsarbeitheute: Betroffene von Menschenhandel stärken"durch. Sein Ziel war es, Opfer von Menschenhandel und schweren Formen von Arbeitsausbeutung bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Lohn und Entschädigung zu unterstützen. U. a. Veröffentlichung des Berichts „Domestic Workers in Diplomats’ Households. Rights Violations and Access to Justice in the Context of Diplomatic Immunity” (2011).
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/menschenhandel/

Eigentum verpflichtet. Für gesetzliche Unternehmensverantwortung
Kampagne von Femnet, Inkota, Kampagne für Saubere Kleidung, medico international, Südwind-Institut und ver.di zur Solidarität mit den Opfern der Unglücke in den Textilfabriken Südasiens, zur Durchsetzung eines Brandschutzabkommens und zur Einforderung einer gesetzlichen Unternehmenshaftung für die Einhaltung von Arbeitsstandards und Menschenrechten in der globalen Wertschöpfungskette.
https://www.verdi.de/themen/internationales/kampagne-fuer-brandschutzabkommen

FEMNET e. V.
Frauenrechtsvereinigung zur Förderung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Frauen. Unterstützt insbesondere Frauen im Süden, die für ihre Rechte kämpfen, betreibt Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland und regt an zu internationaler Solidarität. Aktiv zum Thema Sumangali. Das Projekt „FairSchnitt. Studieren für eine sozialgerechte Modeindustrie“ wendet sich an Studierende in der Modebranche.
http://www.femnet-ev.de/index.php/en/

Kampagne für Saubere Kleidung (CCC)
Mitglied der international tätigen Clean Clothes Campaign. In Deutschland ein Netzwerk, dem 20 Trägerorganisationen angeschlossen sind, mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der globalen Bekleidungs- und Sportbekleidungsindustrie zu verbessern und sie in der Durchsetzung ihrer Forderungen zu unterstützen.
http://www.saubere-kleidung.de/

KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.
Zusammenschluss von Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel, Frauenorganisationen sowie weiteren Organisationen, die zu denThemen Menschenhandel und Gewalt an Migrantinnen arbeiten. KOK setzt sich ein fürdie Bekämpfung des Frauen-/Menschenhandels weltweit, die Durchsetzung der Rechte der Betroffenen von Menschenhandel, für die Verwirklichung der Menschenrechte von Migrantinnen, gegen die rassistische und sexistische Diskriminierung von Migrantinnen und für die reale soziale Gleichstellung von Prostituierten. Mit Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit bringt sich der KOK in den politischen und gesamtgesellschaftlichen Diskurs sowie in Gesetzgebungsprozesse ein.
http://www.kok-gegen-menschenhandel.de/

Sklavenlos! Saar-Bündnis und Kampagne gegen globale Sklaverei heute
Zusammenschluss aus derzeit 22 Initiativen, Organisationen und Institutionen aus Gewerkschaften, Einrichtungen der Kirchen und Universität sowie aus den Bereichen Menschenrechte/Gender, Globalisierungs- und Entwicklungsfragen sowie Fairer Handel im Saarland. Sklavenlos! will über heutige Sklaverei sowie weltweit anzutreffende sklavereiähnliche Arbeits- und Lebensbedingungen informieren, sensibilisieren, die Verantwortung aller AkteurInnen im globalen Norden wie Süden aufzeigen, lokale und (inter)nationale Initiativen bekanntmachen und unterstützen sowie im Rahmen der Umsetzung internationaler Richtlinien und Übereinkommen alle beteiligten AkteurInnen im Saarland miteinander vernetzen.
http://www.sklavenlos.de

Sklaverei ist in Mode
Kampagne des Kinderhilfswerks Terre des hommes, die sich für ein Ende des Sumangali-Systems einsetzt.
http://www.sklaverei-in-mode.de

Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene
Tritt seit Gründung im Jahr 1991 für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit ein. Veröffentlichung einer Reihe von Studien, die u. a. das Thema Zwangsarbeit aufgreifen.
http://www.suedwind-institut.de

Untragbar
Initiative der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international und des Inkota-Netzwerks.
http://www.das-ist-untragbar.de/de/home.html

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Indien

Jeevika
Gewerkschaftsbewegung in Karnataka, Südindien, die sich für eine Beendigung des Bonded labour-Systems einsetzt, Familien in dem Freilassungsprozess begleitet und unterstützt, und ehemalige Schuldknechte/-mägde und TagelöhnerInnen – insbesondere aus den Reihen der Dalits und der indigenen Bevölkerung – durch Bildungsarbeit, Gewerkschafts- und Mikrokreditgruppen befähigt, selbst für ihre Rechte einzutreten.
http://jeevikaorg.in/
http://www.nord-sued-netz.de/medien/download(S. 24-29)
https://vimeo.com/13192294

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Mauretanien

Association Femmes Chefs de Familles (AFCF)
Frauenorganisation, betreut Opfer von Vergewaltigung, häuslicher Gewalt und Sklaverei. Verleihung des Titels „Ritter der Ehrenlegion“ durch Frankreich an Aminetou Mint Moctar.
http://afcf-rim.org/

IRA (Initiative pour la résurgence du mouvement abolitionniste)
Anti-Sklaverei-Organisation, 2008 gegründet. Bislang ohne Anerkennung durch die mauretanische Regierung. Durchführung öffentlicher Proteste und Sitzstreiks. IRA-Gründer Biram Dah Abeid ist Träger des UN-Menschenrechtspreises 2013.
http://www.iramauritanie.org/

SOS Esclaves Mauritanie
Organisation zur Abschaffung der Sklaverei in Mauritanien. 1995 gegründet von Abdel Nasser Ould Othman Yessa, dem Sohn eines prominenten Politikers und ehemaligen Sklavenhalters, und von Boubacar Massaoud, dem Sohn eines ehemaligen Sklaven. 2010 Menschenrechtspreis der Republik Frankreich.
http://www.sosesclaves.org/