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21.-26.6.2015 - Seminar


21.-26. JUNI 2015 (Sonntag bis Freitag)

Seminar "WIR SIND WENIGER WERT ALS TIERE!" SKLAVEREI UND ZWANGSARBEIT
IM 21. JAHRHUNDERT

Referentinnen: Tamara Enhuber, Sklavenlos!;
Michaela Dälken, DGB-BW Bund, Globale Mobilität und Soziale Sicherheit

Veranstalter: DGB-Bildungswerk Bund, Forum Politische Bildung
Veranstaltungsort: DGB-Tagungszentrum, 45529 Hattingen
Weitere Infos: siehe unten
Anmeldung:
https://www.forum-politische-bildung.de/forum/seminar/315093110

Film:
In dem auf mehreren internationalen Filmfestivals ausgezeichneten Film
WAR CHILD zeichnet der Regisseur Christian Karim Chrobog das Leben des
ehemaligen, 1980 im Sudan geborenen Kindersoldaten und heutigen
Hip-Hop-Stars Emmanuel Jal nach. Jals Vater war Soldat der
sudanesischen Befreiungsarmee. Als seine Mutter starb, wurde der
siebenjährige Jal in einem Trainingscamp in Äthiopien zum
Kindersoldaten ausgebildet. 1991 desertierte er mit 400 anderen Kindern.
Nur zwölf Kinder überlebten die Flucht. Später wurde Jal von einer
Mitarbeiterin der Kinderhilfsorganisation „Street Kids" adoptiert.
Seine neue Mutter, die mit einem Rebellenführer verheiratet war,
schmuggelte den Jungen nach Kenia, wo er in Nairobi eine Schule
besuchte. 1993 starb seine Adoptivmutter bei einem Autounfall.
Daraufhin ermöglichten ihm Freunde den weiteren Schulbesuch. 2005
landete er mit „Gua" in Kenia einen Hit. Mittlerweile ist Jal in Afrika
ein Star. Seine Liedtexte drehen sich um den Bürgerkrieg im Sudan und
fordern zu Frieden und Toleranz auf. Jal: „Mit Worten kann man Menschen
dazu bringen, einander umzubringen. Oder einander zu vergeben." Jal ist
Sprecher von „Stop the Use of Child Soldiers" und seit 2006 Botschafter
der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam. Jals Leben, so die New York
Times, ist ein Beweis dafür, dass jeder Einzelne etwas verändern kann.

Seminarinfo:
SEMINAR "WIR SIND WENIGER WERT ALS TIERE!" SKLAVEREI UND ZWANGSARBEIT
IM 21. JAHRHUNDERT

Trotz (inter-)nationaler Verbote und Ächtung befinden sich heute 21-30
Millionen Menschen weltweit in Sklaverei oder sklavereiähnlichen
Arbeits- und Lebensbedingungen - auch vor unserer Haustür. Moderne
Sklaverei kennt viele Formen, existiert in allen Regionen und ist
gängige Praxis in vielen Wirtschaftssektoren. Sie ermöglicht ein
Milliardengeschäft für die Arbeitgeber, Chic und Komfort zu irrealen
Preisen für uns KonsumentInnen. Für die Betroffenen hingegen bedeutet
sie Freiheitsberaubung und den Verlust der Kontrolle über das eigene
Leben, Armut, tagtägliche Erschöpfung aufgrund schwerer Arbeit,
Gesundheitsschäden, Isolation, auseinandergerissene Familien,
Erniedrigungen, nicht selten auch die Erfahrung von (u. a. sexueller)
Gewalt. Welche (inter-)nationalen und lokalen Gegeninitiativen und
Handlungsansätze gibt es, was können wir tun als GewerkschafterInnen,
BürgerInnen und als VerbraucherInnen?


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