20.5.2015 - Film "Eden"


MITTWOCH, 20. MAI 2015, 19 UHR
Sexsklaverei und das „Geschäft Menschenhandel"
Spielfilm Eden mit Kurzvortrag und Diskussion im Anschluss
Referentinnen: Florence Humbert, Paris (Arbeitsgruppe ‚Frauenhandel und Prostitution', terre des femmes; sowie aktiv im Netzwerk „Stop Sexkauf"),
Barbara Filipak, ALDONA e.V. - Beratungsstelle für Migrantinnen, Saarbrücken

Veranstalter: Saar-Bündnis Sklavenlos! Gegen globale Sklaverei heute
in Kooperation mit der FrauenGenderbibliothek Saar und dem Frauenverband Courage e. V.
Veranstaltungsort: Kino 8 1/2 (Nauwieserstr. 19, 66111 Saarbrücken
- Eintritt 6,-/5,- -

Filminfos:
Film: "Eden"

Regie: Megan Griffiths
Spielfilm, 2012, USA. OV mit dt. UT, 98 Min.

Inhalt:
Eines Abends, als die minderjährige Hyun Jae wieder einmal mit ein paar
Freunden mit gefälschtem Ausweis eine Bar besucht, wird sie von einem
Feuerwehrmann im Feierabend nach Hause gefahren. Zu spät erkennt sie,
dass er nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat, und sie wird in
eine entlegene Lagerhalle verschleppt. Fortan besteht ihr Alltag darin,
gemeinsam mit anderen entführten Mädchen wohlhabenden Männern für
sexuelle Dienste aller Art bereit zu stehen. Geleitet wird der
Sexhandelsring von Bob Gault, der zugleich als ansässiger Polizeichef
für die nötige Deckung des Menschen verachtenden lukrativen Geschäfts
sorgt.

Auszeichnungen:
Regisseurin Megan Griffiths erhielt für den Film den Emerging Woman
Award des South by Southwest Film Festivals 2012.

Hauptdarstellerin Jamie Chung gewann beim Seattle International Film
Festival den Golden Space Needle Award als Beste Darstellerin.

Hintergrund:
4,5 Millionen Menschen sind nach Schätzung der Internationalen
Arbeitsorganisation weltweit von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung
betroffen. 270.000 sind es, so die Annahme, innerhalb der EU. Was für
die Opfer die Erfahrung von Gewalt, den Verlust der Selbstbestimmung
über ihren Körper und ihr Leben, hohe gesundheitliche Risiken, Traumata,
zerstörte Familien, Isolation und extreme ökonomische Ausbeutung
bedeutet und für die Volkswirtschaften enorme entgangene Steuern und
Sozialabgaben, ist für die „Händler" ein höchst lukratives Geschäft. Der
Handel mit der Ware Mensch gilt als drittgrößte kriminelle
Einkommensquelle nach dem Drogen- und Waffenhandel. Die weltweiten
Profite aus Menschenhandel werden von der Internationalen
Arbeitsorganisation auf 110 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt. Über 90
Prozent der saarländischen Prostituierten sind Migrantinnen, oftmals
Analphabetinnen, ohne deutsche Sprachkenntnisse oder Informationen zu
Arbeits- oder Menschenrechten. Welche Formen die Zwänge annehmen, denen
auch Mädchen und Frauen im Saarland ausgesetzt sind, dazu kann in der
Veranstaltung mit den beiden Referentinnen diskutiert werden.



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