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Donnerstag, 21. Mai 2015, 18:30 Uhr
Arbeitsmigration: Geschichten von denen, die auszogen ihr Glück zu
finden. Und von denen, die sie zurückließen

Film MAMA ILLEGAL, mit Kurzvortrag und Diskussion im Anschluss

Referent: Dr. Philipp Schwertmann, Arbeit und Leben Berlin;
Koordinator des Bündnisses gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung

Veranstalter: NES (Netzwerk Entwicklungspolitik Saar) in Kooperation mit
Integrationsbeirat der Stadt Völklingen, Saarländischer Integrationsrat,
Sklavenlos! Saar-Bündnis gegen globale Sklaverei heute, und Violen
FrauenKulturVerein e. V.
Veranstaltungsort: Kulturhalle Wehrden, Schaffhauser Str. 18, 66333
Völklingen


Film: "Mama Illegal"

Regie: Ed Moschitz
Dokumentarfilm, 2011, Niederlande. OV mit dt. UT, 120 Min.

Auszeichnungen:
Hauptpreis beim „One World" Menschenrechtsfilmfest Brüssel, Belgien, u. a.

Filminfo:
Sie kommen aus einem Land ohne Perspektive. Die Arbeitslosigkeit ist enorm und die Jobchancen gleich null. Dennoch sind die Preise in den Geschäften ähnlich hoch wie in Westeuropa. Als einzigen Ausweg, ihren Traum von einer besseren Zukunft - zumindest für ihre Kinder - verwirklichen zu können, sehen viele nur noch die illegale Einreise in die EU. Sie geben den Schleppern ihre Ersparnisse und riskieren auf ihrer Reise nach Westeuropa ihr Leben.

Aurica, Raia und Nataşa, drei Mütter aus einem kleinen moldawischen Dorf, haben ihr Zuhause verlassen, um in Österreich und Italien für wenig Geld in privaten Haushalten zu putzen oder Pflegebedürftige zu betreuen. Sie führen ein Leben im Untergrund - mit einem harten Job, ohne gültige Papiere, schutzlos und ohne medizinische Versorgung - jahrelang getrennt von Kindern und Familien. Alles, was vom im Westen
hart erarbeiteten Geld übrig bleibt, schicken sie nach Hause zu ihren Familien.

Eine Rückkehr oder auch nur ein Besuch sind aus rechtlichen Gründen schwierig, die von Schleppern organisierte Reise teuer und gefährlich.
So bleiben die Frauen erzwungenermaßen im Ausland, in der Regel länger als ursprünglich geplant. Für die Zurückgebliebenen dreht sich die Welt weiter, ihre Probleme müssen sie alleine lösen und die Distanz
hinterlässt bei einer ganzen Generation seine Spuren. Die viele Jahre ersehnte Rückkehr sieht dann schließlich ganz anders aus als gedacht.
Nach langer Zeit in der Ferne sind die Kinder erwachsen und die Ehemänner entfremdet. Im Westen nicht wirklich angekommen und angenommen, stellen die Frauen fest, dass ihnen ihre Heimat fremd geworden ist.

„Mama Illegal" zeichnet sieben Jahre im Leben der drei Frauen nach. Die Kamera ist bei Schicksalsschlägen ebenso dabei wie bei Momenten der Freude. Ein Film über den Preis des Traumes von einem besseren Leben.


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