Barrierefreie Textversion

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Mitmachen / Unterstützen

Kontakt

Impressum

Am Mittwoch, den 25. Februar wurde in Saarbrücken zum „Weltfleischtag“ 2015
der Film gezeigt:


Lohnsklaverei in Deutschland – Miese Jobs für billiges Fleisch
D 2013, R: Michael Nieber, Marius Meyer, F, 85 Min, Dokumentation,
Eintritt frei!

Am 26. Februar 2015 jährte sich zum 70. Mal der "Weltfleischtag". Die
Kampagne "Sklavenlos! Saar-Bündnis gegen globale Sklaverei heute"
präsentierte aus diesem Anlass den Film LOHNSKLAVEREI IN DEUTSCHLAND –
MIESE JOBS FÜR BILLIGES FLEISCH (Filmemacher Marius Meyer war
anwesend)

Gäste (Kurzbiografien - siehe unten):
- Marius Meyer (Journalist, Dokumentarfilmer)
- Rolf Klöckner (Gastro-Journalist)

Moderation:
- Thomas Schulz (EURES-Berater DGB Rheinland-Pfalz/Saarland)

Der gruseligste Satz des Films fällt schon nach einer Minute. Ob sie
keine Angst davor habe, zum Anwalt zu gehen, hat ein Vorarbeiter sie
einmal gefragt, erzählt die Rumänin Roxana. „Weil es kann dir
passieren, dass du über die Straße gehst und ein Auto dich überfährt.“
Die Szene ist Teil der Dokumentation LOHNSKLAVEN IN DEUTSCHLAND.

Was ist das für ein Land, in das Menschen aus Osteuropa gebracht
werden, ohne zu wissen, wohin genau die Reise geht? Mit einem Bus oder
Transporter wahrscheinlich. Mit dem Versprechen auf gutbezahlte
Arbeit, auf Unterkunft und einer eventuellen Sozialversicherung. Nur
für die Vermittlung zahlen die Arbeiter schon mal ein paar hundert
Euro in ihrem Heimatland. Das Bruttogehalt liegt am Ende des Monats
oft bei nicht mehr als 400-600 Euro, bei Werkverträgen mit
ungeregelten Arbeitszeiten, fehlender Krankenversicherung und
keinerlei Kündigungsschutz.

Die Reise der Autoren Marius Meyer und Michael Nieberg geht von
Rumänien nach Deutschland, ins Oldenburger Münsterland, wo die großen
deutschen Fleischbetriebe sitzen, von denen der größte bislang durch
nicht eben zimperliche Massentierhaltung von sich reden machte. In der
Dokumentation LOHNSKLAVEN IN DEUTSCHLAND geht es aber um mehr: nämlich
um ein gar nicht mal neues System der Menschenausbeutung, das nur
deswegen funktioniert, weil sich jeder der Verantwortung entzieht und
mit dem Finger auf den anderen zeigt. Ein Geflecht aus Großunternehmen
mit dubiosen Werkvertragsfirmen, die wiederum mit ausländischen
Briefkastenfirmen arbeiten.
(fr-online.de)


Marius Meyer:
Marius Meyer ist freiberuflicher Journalist und Rechercheur und
arbeitet für verschiedene Fernsehsender, Radiostationen und Zeitungen.
Er interessiert sich vor allem für soziale Aspekte von Wirtschaft,
Gesellschaft und Politik. Er hat mehrere Fernsehbeiträge über die
Zustände in der Fleischindustrie produziert, darunter den ARD-Film
„Lohnsklaven in Deutschland – Miese Jobs für billiges Fleisch“. Dieser
wurde für den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus
nominiert. Ein weiterer Film über rumänische Mitarbeiter eines
Schlachthofes in Westfalen wurde mit dem „Journalistenpreis
Münsterland 2014“ ausgezeichnet.

Rolf Klöckner:
Der Gastrojournalist ist Ehrenmitglied des Europäischen Instituts für
Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften. Für das saarländische
Magazin „FORUM“ schreibt er eine wöchentliche Kolumne. Seit 15 Jahren
präsentiert Klöckner den ultimativen Führer für Genussfreunde in der
Großregion: den REGIOGUIDE. Klöckner plädiert für qualitativ
hochwertigen Fleischkonsum in Maßen.


Zurück zu Veranstaltungen & Termine