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Donnerstag, 26. März, 20.00 Uhr, Kino 8 ½,
Nauwieserstr. 19, 66111 Saarbrücken

Film Pharma-Sklaven + Diskussion mit Filmemacherin

Gast:
Rebecca Gudisch, Journalistin und Dokumentarfilmerin


Gast: Rebecca Gudisch, Dokumentarfilmerin (Kindersklaven, Grabsteine aus Indien) und mehrfach mit Filmpreisen ausgezeichnete Journalistin, u. a. CNN-Journalistin des Jahres 2010, Silberne Welt-Medaille New York Festival, Deutscher Menschenrechtsfilmpreis 2008.

Veranstaltungsinfo:

Seit Jahren führen die großen Pharma-Unternehmen Medikamentenversuche in Bangladesch, Indien, China sowie in afrikanischen Ländern durch. Die Crux: die Patient_innen werden häufig nicht darüber informiert, dass die Medikamente noch nicht zugelassen sind oder welche „Nebenwirkungen“ sie haben können.

Für die Pharma-Industrie liegen die Vorteile in einer Verlagerung der klinischen Studien in den globalen Süden in einer deutlichen Kostenersparnis sowie in reibungsloseren Abläufen. Da eine kostenfreie Medikation für viele Menschen in diesen Ländern die einzige Chance der Behandlung darstellt, bilden diese ein nahezu unbegrenztes Reservoir an menschlichen Versuchskaninchen, die keine Fragen stellen, unterstützt von nationalen Ethik-Kommissionen, die es nicht so genau mit der Einhaltung der internationalen Standards nehmen. Immer wieder lockern nationale Regierungen die gesetzlichen Regelungen, um es den großen ausländischen Pharma-Unternehmen noch einfacher machen, klinische Studien mit einem Minimum an Kontrollen durchzuführen.

„Alle verdienen auf Kosten des Patienten”, so Chandra Gulhati, ehemaliger Arzt und Medizinjournalist, der sich seit etlichen Jahren mit dem unethischen Zusammenspiel zwischen westlichen Pharmafirmen, Forschungsagenturen, die im Auftrag der Pharmaunternehmen die Studien ausführen, indischen unabhängigen Ethikkommissionen, Krankenhäusern und lokalen Ärzten beschäftigt. Das Risiko von gesundheitlichen Schäden in der Erprobung wird von Patient_innen aus dem globalen Norden auf Patient_innen im globalen Süden verlagert.

Und die Patient_innen in Indien? Laut Angaben der indischen Regierung sind 2.644 von ihnen während der Versuche zwischen 2005 und 2012 gestorben, 500 erlitten ernste Nebenwirkungen. Wieviele Patient_innen niemals erfasst wurden, ist nicht bekannt.

Die beiden Journalist_innen Rebecca Gudisch und Benjamin Best haben mit Patient_innen wie Bhimaji Jatav und Ameena, mit Angehörigen und Expert_innen in Indien gesprochen.


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